Fünfmal eins ist eins

25. Mai 2015

Die Fröhlichkeit ist nicht aus seinem Gesicht zu verbannen. Christopher ist ein glücklicher Mensch – trotz dieses schweren Schicksalsschlages, der sein Leben innerhalb weniger Monate auf den Kopf stellte. Eine seltene Stoffwechselkrankheit raubte ihm das, was für alle irgendwie so unverzichtbar scheint. Mit sieben Jahren hatte er sein Augenlicht komplett verloren. Nicht einmal Hell oder Dunkel vermochte er wahrzunehmen. Selbst grobe Umrisse waren für ihn nicht mehr zu erkennen: Alles Schwarz. Seit 15 Jahren nun kann Christopher die Welt nicht mehr sehen, nur noch fühlen, hören, schmecken, tasten. Doch von einem „nur noch“ will er nichts wissen. Für ihn ist alles intensiv, greifbar, hautnah – vor allem der Fußball. Alle zwei Wochen bahnt er sich den Weg ins Stadion. Treppen erklimmt er, Schilder umkurvt er, Straßen überquert er – kein Hindernis ist groß genug, um Christopher aufzuhalten, wenn er sich, wie er es gerne beschreibt, seinen „persönlichen Kick“ gibt. Fußball live im Stadion mit 60.000 Menschen – „was Geileres gibt es nicht“. Dass er das Spielgeschehen nicht mit den eigenen Augen betrachten kann, stört ihn nicht. Der von seinem Verein eingerichtete Stadion-Hörfunk, über den ehrenamtliche Laienreporter jede Szene des Spiels in plastischer Präzision beschreiben, lässt in seinem Kopf die Bilder entstehen, die ihm seine Augen nicht mehr zu liefern imstande sind. Doch das Spiel seiner Mannschaft zu Hause im Radio zu verfolgen, käme Christopher nie in den Sinn. Er will dabei sein – in der Masse, eingetaucht in das kollektive Grölen und Jubeln der Fans, als Teil des Ganzen. Mittendrin.

60 Jahre hält sie ihnen schon nun die Treue. Damals, Mitte der 50er Jahre, hatte alles angefangen. Als sie ihr Vater aus einer Laune heraus einfach mal mitnahm. Nur so, zum Probieren, um einmal diese ganz besondere Luft zu schnuppern, wie er gerne sagte. Mit ihren zwölf Jahren hatte sie für Fußball eigentlich nichts übrig. Männersache – nichts für die feinen Damen. So dachte sie auch, als sie mit beachtlicher Skepsis dem seltsamen Vorschlag von Paps, wie sie ihren Vater in liebevollem Respekt nannte, zustimmte. Ein Jahr später starb Paps. Herzinfarkt, ganz plötzlich. Die Familie musste sich neu sortieren, suchte nach Antworten, nach einem Sinn, nach einer Perspektive. Renate suchte nicht, sie konnte keine klaren Gedanken fassen. Der Tod des Menschen, der ihr so viel bedeutete wie kein anderer auf dieser Welt, versetzte sie in einen Schockzustand. Fassungslos, wie gelähmt, unfähig, sich dem Leben wieder zuzuwenden. Eine psychologische Betreuung war damals noch nicht üblich, hätte ihr aber wohl so gut getan. So dauerte es ein halbes Jahr, bis sie lernte, mit dem schmerzhaften Verlust umzugehen. Ein Lehrer, einer, der es gut mit ihr meinte, riet ihr, ihren Vater doch weiter leben zu lassen. Nur ein bisschen, eben so, dass sie ihn an ihrer Seite fühlte. Indem sie etwas täte, das sie beide, nur sie beide miteinander, verband. Fußball! Die Idee befremdete sie zunächst, waren die Stadionbesuche für sie doch eher eine Pflichtübung, wenn auch eine angenehme. Aber jetzt auf einmal wieder damit anzufangen? Renate gab sich einen Ruck und folgte dem Rat. Sie ging (wieder) ins Stadion, alle zwei Wochen, all die Jahre. Oberliga, Bundesliga, 2. Bundesliga und wieder Bundesliga. Ohne Unterlass, ohne Pause. Bis es Ende der 90er Jahre nicht mehr ging. Die Hüfte spielte nicht mehr mit. Seitdem geht sie nur noch selten ins Stadion – zu ganz besonderen Anlässen. Doch ein Spieler ihrer Mannschaft verpasst sie nie. Ob im Fernsehen oder im  Radio, sie fiebert mit, leidet, jubelt, feiert. Und denkt dabei immer auch an ihren Paps.

Viele Freunde hat er wohl nicht. Weggefährten, Bekannte, Kollegen ja, aber Freunde? Ganz wenige. In seiner Position kann man sich Freunde wohl auch nicht leisten. Als Unternehmensberater, der sich Rationalisierung und Lean Production auf die Fahnen geschrieben hat, sind ihm Mitleid und Empathie fremd. Nein, Jochen ist gewiss kein Kumpeltyp. Und doch: Er ist kein schlechter Mensch. Er hat es nur gelernt, seine Gefühle zu verbergen, hinter einem dicken Panzer, den nur ganz wenige zu durchdringen vermögen. Er mag die Rolle des knallharten Unantastbaren, auch weil sie die Verunsicherung, die ihn jeden Morgen beim Aufwachen überfällt, überdeckt. Keiner weiß, welche Zweifel und Ängste ihn plagen. Und das ist auch gut so. Sollen ihn die anderen ruhig als Maschine betrachten. Er weiß, dass er noch ein Mensch ist, der seine Gefühle nur selten nach außen treten lässt. So wie alle zwei Wochen, wenn er die angemietete Business Loge aufsucht, um das Spiel seiner Mannschaft aus nächster Nähe zu verfolgen. Jochen weiß um das schlechte Image der Logen-Besucher: Abgekühlt, abgesondert, abgehoben. Keine Fans wie die in den Kurven. Und doch fühlt er sich wie einer von ihnen: Mit dem Anpfiff wird sein Blick auf das Spielfeld gebannt, ohne dass er dieses in den 90 Minuten von diesem wenden könnte. Mal kurz raus einen Happen essen oder ein Schwätzchen halten, das käme für ihn nicht in Frage. Hypernervös, mit schweißnassen Händen und einem Puls von 180 verfolgt er die Heimspiele seines Teams, ohne währenddessen auch nur einmal einen Gedanken an Entlassungen, Umstrukturierungen und Börsenkurse zu verschwenden. 90 Minuten lang ist Jochen nur Fan, nur Mensch.

Die Entscheidung war ihm seinerzeit nicht leicht gefallen. Das Angebot war verlockend: 200.000 Euro Jahresgehalt, verantwortungsvolle Position, dazu ein Haus in traumhafter Lage mit Blick auf den nahegelegenen See. Besser ging’s nicht. Doch der deutschen Heimat für lange Zeit den Rücken zu kehren, die Familie aus ihrem gewohnten Umfeld herauszureißen, Freunde zurückzulassen – all das fiel Martin sehr schwer. Und vor allem: Bundesliga nur noch über Satellit. Keine Stadionbesuche mehr, keine Fußball-Fachgespräche mit Kollegen mehr, keine Fahnen und Schals mehr – der Fußball und damit sein Verein würden ein ganzes Stück von ihm wegrücken. Der Kopf sagte Ja, das Herz sagte Nein. Martin hörte auf seinen Kopf und ging den Schritt nach Kanada. In eine andere Welt, in ein neues Zuhause, in eine andere Zukunft, in der für Fußball kein Platz mehr sein könnte, wie er glaubte. Doch auch 7000 Kilometer von der Heimat entfernt ließ er ihn nicht los. Auch in weiter Ferne blieb er seiner Mannschaft ganz nah. Er schaute jedes Spiel im Fernsehen, suchte sich alle Highlights über YouTube-Videos, Sport-Portale und Ticker zusammen und begann irgendwann seinen eigenen Blog zu schreiben: „Martins View“, so unscheinbar und bescheiden betitelte er seine Webseite, über die er seine Wahrnehmung der Bundesliga und von seinem Club zum Besten gab. Schnell wurde die Seite zu einem echten Renner mit beachtlichen Klickzahlen. Die Fans gewannen Gefallen an Martins Außenansicht aus Kanada, die wohl auch wegen der räumlichen Distanz sehr klug, abgewogen und vernünftig klingt. Doch Distanz hat Martin nie gewollt. In seinem Herzen ist er immer ganz nah dran.

Alle lieben Josy – und Josy liebt Fußball. Es ist ihr Leben. Sie schläft in der Bettwäsche ihres Vereins, hat ihr Zimmer mit Postern ihrer Lieblingsspieler plakatiert, Schals und Devotionalien auf Schrank, Schreibtisch und Kommode gepackt. Josy, das ist 24 Stunden Fußball am Tag. Mit kindlicher Begeisterung, unerschöpflicher Leidenschaft und eine Liebenswürdigkeit, wie sie nur Menschen wie sie verströmen können. Trisomie 21 ist die korrekte medizinische Bezeichnung, Down Syndrom die gängige, allgemein verständliche Umschreibung. Doch wer Josy kennenlernt, weiß, dass es nur eine richtige Diagnose gibt für das, woran sie nun schon seit 17 Jahren „leidet“: Schwere Form von Herzenswärme – von Geburt an. Man muss Josy einfach mögen. Wie sie nach Toren ihrer Mannschaft in verspielter Eksktase durch ihr Zimmer tanzt, wie sie die Namen der Spieler mit schmachtend-verdrehten Augen in den Raum haucht, wie sie voll ungeduldiger Vorfreude auf dem Weg ins Stadion von einem Bein auf das andere hüpft. Verächtliche Blicke von herzlosen Griesgramen werden von ihr nur weggelächelt. Josy kann nicht traurig sein. Sie lebt, sie liebt, sie träumt – vom Fußball und ihren Lieblingen auf dem Platz. Die ansässige Tageszeitung widmete ihr vor kurzem einen ausführlichen Bericht im Lokalteil. Überschrift „Josy – ein Lächeln für den Fußball“. Wie treffend.

Christophers Fußballherz schlägt übrigens für Schalke 04. Renate ist glühender Anhänger des BVB. Jochen ist Zeit seines Lebens Fan des VfB. Martin bleibt auf ewig dem  FCB treu. Und Josy liebt den 1. FC Köln. Die Fünf fiebern mit ganz unterschiedlichen Vereinen und doch verbindet sie mehr, als sie trennt: Die Leidenschaft am Fußball, die sie trotz mancher Irrungen und Wirrungen des Leben hemmungs- und kompromisslos ausleben. Damals, heute und in Zukunft. Die Begeisterung für den Fußball ist keine Frage von krank oder gesund, alt oder jung, arm oder reich, behindert oder nicht behindert. Fußball verbindet – über alle (Vereins-)Grenzen hinweg.

Bekanntlich ist der Mensch ja immer auf der Suche. Nach der großen Liebe, dem Glück oder einfach nur dem Autoschlüssel. Neuerdings halten die ewig Suchenden unter uns aber vor allen Dingen Ausschau nach den passenden Örtlichkeiten – für die Hochzeitsfeier, den Betriebsausflug oder das Schäferstündchen zwischendurch. Neu ist allerdings auch die Bezeichnung solcher Örtlichkeiten, die – nicht nur in der High-Society – jetzt ganz trendy „Locations“ heißen. Und so hört man viele (junge) Leute, die uns verzweifelt ihr Leid klagen: „Ich will meinen Geburtstag ja gerne feiern, aber ich suche noch nach der richtigen Location!“. Nach einer bodenständigen Ausdruckweise übrigens auch. Der modesprachlich minderbemittelte Zuhörer sucht derweil ebenfalls – nach der Herkunft dieses beliebten Ortsanglizismus. Mit dem Jauch’schen Ausschlussprinzip können wir uns der Lösung nähern: Die Location ist, auch wenn der Name anderes auszusagen scheint, gewiss kein lokales Phänomen, sondern inzwischen flächendeckend zu vernehmen. Und gleichfalls können wir sämtliche Theorien, die in Richtung Gastronomiebetriebe gehen, direkt ad acta legen. Mit dem Stammlokal von nebenan hat die Location jedenfalls unmittelbar nichts zu tun. Bliebe also wieder Antwort C: Der Begriff entstammt dem Filmgeschäft. Und in der Tat so ist es: „Location“, was wörtlich übersetzt so viel wie „Stelle“ oder „Örtlichkeit“ bedeutet, ist der im Mediengeschäft übliche Fachausdruck für einen Schauplatz oder Drehort.

Inzwischen aber hat sich die Location, auch wenn sie tatsächlich gänzlich unbeweglich ist, sprachlich verselbstständigt und steht im modernen Sprachgebrauch für jedweden Ort, an dem sich Außergewöhnliches veranstalten lässt. Selbst der Lokus, das heilige Örtchen, vermag in diesem Sinne eine Location abzugeben, wenngleich an einem stillen Örtchen eigentlich nicht all zu viel los sein dürfte – aber dies mag lokal unterschiedlich sein. Für ein bestimmtes natürliches Geschäft ist er jedoch noch immer die beste Location.

Hach ja: Damals!

11. Mai 2015

Es schien mir damals wie eine Illusion, ein großer Traum, der sich wohl nie erfüllen würde. Jedes Spiel meiner Bayern live im Fernsehen sehen können. Jedes Spiel, das mich interessierte, in voller Länge, von Anfang bis Ende begutachten können. Jeden Tag Fußball live. Nein, bei allem Glauben an technischen Fortschritt und neue Programmstrukturen konnte ich mir Ende der 80er Jahre doch nicht vorstellen, dass dieses Wunschszenario einmal real werden könnte. Heute im Jahre 2015 ist all das längst gewohnte Selbstverständlichkeit, ohne die wir uns den Fußball kaum mehr vorstellen können. Und doch, so schön es ist, dass sich mein einstiger Traum erfüllt hat, so sehr sehne ich mich doch in manchen Momenten zurück. Nach der guten alten Zeit und nach…

…den Premiere-Einblendungen, die den Live-Übertragungen des Pay-TV-Senders in den 90er Jahren einen ganz besonderen Charme verliehen. So war es damals noch Usus, nur eine Partie am Samstagnachmittag live zu übertragen und die Abonnenten mittels ausgefeilter Einblende-Choreografie über die Spielstände in den anderen Stadien zu informieren. Ein wie von Geisterhand, aus dem Nichts erscheinender Schriftzug „Premiere Bundesliga“, in grellen Gelb-Rot-Tönen gehalten, bereitete einen seinerzeit auf die bevorstehende Meldung eines Treffers vor. Der nachfolgende, von der rechten Bildschirmseite allmählich hereinrückende Text gab einem schließlich Gewissheit. Wer hatte wo für wen zu welchem Spielstand getroffen. Ein ganz besonderes Spannungselement, das einen schon einmal über den mangelnden Unterhaltungswert des Topspiel hinwegzuhelfen wusste, indem es den Blick des Zuschauer statt auf das Spielgeschehen auf das untere Bildschirmdrittel bannte – in der Hoffnung auf die erlösende Meldung des ersehnten Treffers des eigenen Lieblingsvereins.

…Sportschau-Einblendungen, ein Relikt der 80er Jahre, welches angesichts der Übertragungsdichte auf den verschiedenen Kanälen kaum mehr vorstellbar erscheint. Doch seinerzeit durfte die ARD-Sportschau nur drei oder vier Partien des Samstags in einer Zusammenfassung darbieten und überließ die restlichen Begegnungen den Kollegen vom ZDF. Eine Information über den Ausgang jener Spiele ließ man sich jedoch nicht nehmen und präsentierte vor den bewegten Bildern die sonstigen Resultate. In minder origineller Choreografie, als es die Pay-TV-Kollegen wenige Jahre später vollziehen sollten, aber gleichwohl mit unnachahmlich-einzigartigem Charme. Dabei blendete man zunächst die Liste aller Partien ein, ließ dabei aber die Ergebnisse aus, um diese nach und nach, jeweils langsam von links nach rechts ins Bild zu setzen. Spannungsfaktor maximal, ohne das auch nur eine Szene des Spiels gezeigt wurde.

…dem guten alten Aktuellen Sportstudio. Gewiss, den Dauerbrenner unter den Sportsendungen gibt es auch heute noch. Doch die besondere Faszination, wie sie sich mir insbesondere in den 80er Jahren darbot, ist verloren gegangen. So sehne ich mich doch nach Dieter Kürten, Harry Valerien, Bernd Heller und ja auch nach dem etwas drögen Karl Senne und der unbeholfenen Doris Papperitz. Ich wünschte mir emotionsgeladene Showdowns, wie damals im Mai 1989, als sich Daum und Hoeneß ihren legendären Zweikampf auf dem Lerchenberg lieferten – Heiligenschein inklusive. Ich wünschte mir technische Pannen, die Dieter Kürten zu einem liebevoll-bösen Dialog mit dem Regisseur samt augenzwinkernd-ironischen Liebkosungen („Hase“) veranlassten. Ich wünschte mir Torwand-Happenings mit Weizenbier-Kaiser oder Supernasen zurück, die einem zumindest die leise Hoffnung verleihen, dass es irgendwann einmal die magischen sechs Treffer gibt. Ich wünschte mir den guten alten, behäbigen, nonchalanten Stil zurück.

…Europapokal-Reportagen mit unscharfem Bild, knisterndem Ton samt zusammenbrechender Tonleitungen, über die Ploog, Luchtenberg & Co. verzweifelt versuchten, das Geschehen aus der bulgarischen Provinz über den Äther in das deutsche Wohnzimmer zu senden. Zugegebenermaßen ein Form des antiquierten Charmes, die man in die Rubrik „nostalgische Verblendung“ einordnen muss, denn die seinerzeit üblichen Form der Übertragung war weder für Auge noch für Ohren eine Freude. Und doch – schön war’s schon, den schweißtreibenden und geradezu archaischen Kampf mit der Technik hautnah mitzuerleben.

…Bayer Uerdingen und Waldhof Mannheim. Sicher keine Vertreter der hohen Fußballkunst und ganz gewiss keine Beispiele für ausgefeilte Fankultur und berauschende Stadionatmosphäre, glichen die Heimstätten der beiden Clubs doch bestenfalls leicht aufgemotzten Dorfsportplätzen. Aber eben auch Repräsentanten einer Zeit, in der Fußball noch etwas unschuldiger schien, ohne es freilich zu sein.

…Roland Wohlfarth, Bayern Wunderstürmer der 80er Jahre, dem eine große internationale Karriere vorenthalten blieb. Aber mit seiner über mehrere Jahre höchst ansehnliche Trefferquote so etwas wie Mr. Zuverlässig und irgendwie der Inbegriff des FC Bayern von damals – neben Augenthaler, Pflügler, Aumann & Co. versteht sich.

…damals, als alles so viel ursprünglicher, besser, schöner war. Was, wie ich weiß, natürlich ein Fall nostalgischer Verklärung ist, in der man sich die Vergangenheit rosarot malt, obwohl sie in Wirklichkeit doch manchmal ziemlich grau war. Vielleicht blicke ich ja irgendwann zurück auf das Jahr 2015 – auf SKY90, Bundesliga pur, die TSG Hoffenheim und Mario Götze. Wobei… nee…!