Der hochprozentige Cocktail des 14. Spieltags hinterließ einen heftigen Nachdurst, den die zuweilen trockenen Auftritte der deutschen Teams auf internationalem Parkett nicht recht zu stillen vermochte. Gerade recht kam da ein feucht-fröhlicher 15. Spieltag:

Durstige Bremer
Eigentlich kalter Kaffee, der doch alljährlich im Herbst wieder heiß aufgebrüht wird: Werder ertrinkt in internationalen Gewässern und wird daher aber mal ganz cremig durch den Kakao gezogen. Doch wie das so ist bei den Ostfriesen. Man bewahrt die Ruhe: Abwarten und Tee trinken. Und so fiel das Motto vor dem Kick gegen die Auswärtshasenfüße aus Frankfurt entsprechend selbstbewusst aus: Die saufen wir unter den Tisch – rein spielerisch versteht sich. Die Bremer hatten Brand und waren mächtig heiß auf Wiedergutmachung. Mit dem geplanten Sixpack wurde es dann aber nix, auch weil sich Joker Rosenberg nicht genügend Zielwasser eingeflößt hatte. Aber auch so mixte man sich einen äußerst schmackhaften 5:0-Cocktail zusammen, dessen Erfolgsrezept schnell beschrieben ist: Ball abfangen, schwip schwap nach vorne spielen und Pizarro macht das Ding rein. Schaafs Spezi erwischte einen ganz großen Tag und schoss mit drei Buden die Eintracht fast im Alleingang ab. Erfrischendes Fazit: Fanta-stisch!

Bierlaunige Bayern
Uli Hoeneß ist ja nicht unbedingt als Meister der nüchternen Analyse bekannt und gilt für manche als lebendiger Beweis dafür, dass regelmäßiger Weizenbierkonsum nicht gerade die Sinne schärft. Zuletzt dokumentiert im Vorfeld des Auswärtsspiels in Leverkusen. Denn auf die Frage des Moderators, ob die Bayern ähnlich verhalten wie zuletzt auf Schalke agieren würden, verwies der brummige Bayern-Manager darauf, dass der Sieg bei den Knappen ja am Anfang der Siegesserie gestanden habe und man da ja noch nicht so selbstbewusst gewesen sei. Da konnte der kompetente Fußballfan natürlich nur ungläubig die Rübe schütteln. Denn das 2:1 bei Rüttens Rumpeltruppe datiert vom 9. November und ist damit schlappe drei Wochen her. Dazwischen gab es gerade mal einen Bundesligasieg – gegen Cottbus, was das Selbstbewusstsein natürlich ungemein stärkt. Trotzdem sollte Hopfen-Hoeneß Recht behalten. Nach mauen 45 Minuten legten Ribéry & Co. in der zweiten Halbzeit richtig los, machten plötzlich bierernst und gewannen verdient mit 2:0. Denn der eigensinnige “Das ist mein Bier”-Jürgen hatte den Seinen aufgetragen, doch mal etwas nach vorne zu unternehmen. Das taten sie dann auch. Und der bierbäuchige Bajuwaren-Boss resümierte – diesmal durchaus scharfsinning: “Uns kann Bayer nicht das Wasser reichen”. Stimmt. Aber wie auch, wenn man sich vor der Weißbier-Truppe immer in die Hose macht. Hätten sich halt was Mut antrinken sollen. Aber Bayer lebt nun schon seit Jahren (erfolgs)abstinent.

Milky Mikie
Da war er wieder: Mike Hanke! Wohl nur die Älteren unter uns kennen ihn noch. Für die Jüngeren daher ein kleiner Exkurs in die Fußball-Historie: Mike Hanke, das ist der, der in guten Zeiten mit verbundenen Augen drei Buden in einem Spiel erzielt und in schlechten Zeiten einen Sattelschlepper nicht einmal mit einem Gymnastikball trifft. Bis zuletzt lebten wir in solch schlechten Zeiten. Doch dann kam der 15. Spieltag. Und Milky Mikie, der der breiten Öffentlichkeit vor allem als kränklicher Milchbubi aus den Sanostol-Werbespots bekannt sein dürfte, nahm einen kräftigen Schluck vom Zaubertrank. Das wirkte und verlieh Hanke Flüüüüügel, der in den ersten 20 Minuten gleich zweimal traf. Danach aber nicht noch einmal. Und so schnell wohl auch nicht mehr. Denn das ist das Dumme an so einem Zaubertrank: Seine Wirkung lässt schnell nach. Also, Mikie-Boy, mach’s wie Calli: Einmal drin baden. Das reicht, ein Leben lang.

Saft- und kraftlos
Apropos Zaubertrank: Felix Quälix macht jetzt auf Miraculix. Griff mal ganz tief in die Wundertüte und stellte beim Gastspiel in Dortmund ein Wolfsburger Ortsschild in der Kabine auf. Von wegen Heimatgefühle erzeugen und Auswärtsfluch beenden. Reichte immerhin zu einem 0:0 in Wolfsburg-West. Das entsprach auch der Torausbeaute von Herne-West. Die Null stand, vorne! Hauptschuldiger: Jefferson Farfan. Verdaddelte die tausendpromillige Chance, schob die Kugel auf den leeren Kasten mit dem Esprit einer Schnapsleiche. Boka konnte locker klären, bewies aber Mitleid. Nietete zwei Minuten später Kuranyi um, als wollte er sagen: “Hier haste nen Elfer. Den machste aber!” Machte er nicht. Saft- und kraftlos pustete Farfan die Murmel in Lehmanns Pfoten. Einen Schalker hat’s jedoch gefreut: Kevin Kuranyi! Der ist nämlich den unbegehrten Frank-Mill-Wanderpokal erstmal los. Glückwunsch!

Hochprozentig
Brisantes Duell am Freitagabend: Berliner Kodderschnauze gegen rheinischen Frohsinn, Schmalzstulle gegen Blootwoosch, Berliner Weiße gegen Kölsch. Im Kampf der Kulturen sah es lange nach einem schnöden Remis aus. Doch dann kam Pantelic, der kickende Sliwowitz, der schon drohte im herthanischen Spirituosenkeller zu verschimmeln, und wuchtete die Kugel mit seinem Schädel zum 2:1-Sieg in die Maschen. Unbestätigten Gerüchten zur Folge soll er am nächsten Morgen dann aber nicht zum Training erschienen sein. Hatte wohl einen “schweren Kopf”. Und dennoch hoffen die Hertha-Fans, dass sich Pante und Favre wieder versöhnen. Vielleicht treffen sie sich ja mal. Auf ein Bierchen. Oder einen Sliwo – im Café King.

Champagnerlaune
Champagnerkorken knallten an diesem Wochenende auch in der Premiere-Sport-Redaktion: Fußballrechte bis 2013 klar gemacht. Arbeitsplatz gesichert! Kein Betteln bei Arena, keine Bewerbungsschreiben bei Neun Live, keine Umschulung zum TV-Koch. Alles nicht nötig. Im Klartext: Ein Grund zum Feiern! Heißt bei der feuchtfröhlichen Zunft der Sportreporter: Schublade auf, Pulle raus und weg das Zeug. Hier herrscht eben noch das Prinzip Mayer-Vorfelder. Doch wie das so ist mit übermäßigem Alkoholgenuss. Er bleibt nicht ohne Folgen. Manche werden gewalttätig, andere reden nur noch Stuss und wieder andere verfallen in hemmungslose Euphorie. Im Falle unserer Pay-TV-Pichler war es glücklicherweise eine Mischung der beiden letztgenannten Promille-Phänomene. Im gefühlten Fünf-Minuten-Rhythmus wies man auf den ultimativen Jahrhundert-Coup hin und vollführte ein ausgelassenes Freudentänzchen nach dem anderen. Und um dem Ganzen noch den Kronkorken aufzusetzen, produzierte man flugs eine launige Fantasy-Doku, in der Moderator Jan Henkel (trocken) die Bundesliga-Highlights des Jahres 2013 präsentiert: Ronaldinho in Cottbus, Poldi zurück zu Bayern und Hoffenheim schafft den Meister-Hattrick. Genau! Und Jan Henkel wird Luca Tonis Privatdolmetscher, Sebastian Hellmann arbeitet als Pressesprecher bei Arminia Bielefeld und von Tut und Tat nix mischt den ZDF-Seniorengarten auf. Was für Aussichten! Darauf erst mal einen heben. Denn wenn man so viel Gutes erfährt, ist das auch mal ein Schnäpsken wert. In diesem Sinne: Prost & Cheerio!

Tschüss, Manni!

24. November 2008

Zum Fluch eines Premiere-Abos gehört es, nur noch sehr selten in den Genuss der legendären und unübertroffenen Bundesliga-Konferenz zim Radio zu kommen. Und damit entgehen einem auch die unnachahmlichen Reportagen eines Manfred „Manni“ Breuckmann, dem es stets wie keinem anderen gelungen ist, die fehlende Optik des Radios durch ausgefeilte Akustik auszugleichen. Manni Breuckmann hat sich in den über 30 Jahren seiner Reporter-Laufbahn zu einer der Ikonen der Fußballkommentierung in Deutschland entwickelt. Dank frecher, zuweilen gar respektloser Verbalakrobatik, einfallsreicher Metaphorik und nicht zuletzt einer unverwechselbar sonoren Stimme ist er zum Markenzeichen seiner Zunft geworden.

Für manche, und nicht nur für Fußballfans, ist Manni Breuckmann die Stimme des Westens, die nur einmal ihre professionelle Distanz aufgab. Im Mai 2001 als Schalke in letzter Sekunde die sicher geglaubte Meisterschale noch aus den Händen gerissen wurde, machte der sonst so auf Überparteilichkeit achtende Reporter aus seinem Schalker Herz keine Mördergrube und weinte ein bisschen mit. Vielleicht ist es diese Aufrichtigkeit, die Breuckmann unter seinen Zuhörern so beliebt macht. Eine Aufrichtigkeit, die ihn stets das sagen lässt, was der geneigte Fußball-Freund insgeheim denkt. Unübertroffen sein Spruch über den technisch minder begabten Abwehrhaudegen Jürgen Kohler „Ein Hackentrick von Jürgen Kohler – das kann ja nicht gut gehen!“ Oder aber seine Warnung vor dem inzwischen niederklassigen Fußballclub vom Niederrhein „Holt die Antidepressiva raus – Fortuna Düsseldorf spielt“. Breuckmann formuliert stets pointiert und trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Doch Breuckmann gibt auch sonst einen prima Journalisten ab. Ob als Moderator auf WDR 2, als Kolumnist in Fachzeitschriften oder als kompetenter Gesprächsgast in einer illustren Runde. In letztgenannter Funktion hat er – wie kein anderer – Franz Beckenbauer die Stirn geboten, indem er ihn mit seiner recht irritierenden Wankelmütigkeit konfrontierte. Breuckmann lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und vertritt kompromisslos seinen Standpunkt. So auch in der Frage der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs, die bei ihm das pure Grauen auslöst. Ein Thema, bei er mit fast kindlicher Sozialromantik zu punkten versuchte, aber in der Sache doch daneben lag. Aber auch hier verdiente er sich Anerkennung und Respekt.

Das alles klingt wie eine Würdigung posthum. Ist es zum Glück aber nicht. Denn Manni Breuckmann ist zwar quietschfidel wie eh und je, macht aber nun Schluss mit dem Radio. Am 13. Dezember beim Spiel Bochum gegen Köln sagt Manni Tschüss. Er wolle nicht „als ‚Tooor‘ schreiender Opa” enden. Und sich rechtfertigen für seinen Entschluss, trotz seines jugendlichen Alters von 57 Jahren schon das Zepter abzugeben, will er auch nicht. Braucht er auch nicht. Aber schade ist es allemal. Weniger für die bequemen Premiere-Abonnenten wie mich, denn für die Fans des Radio-Fußballs. Und für den Fußball in Deutschland ohnehin. Also: Tschüss, Manni. Mach’s gut!

34 Tore, 3 Platzverweise und eine große Portion Unterhaltung. Auch der 14. Spieltag hatte es in sich. Und der Autor hat diesmal zu viel Werbung gesehen!

Powered by confusion
Abends halb neun in Deutschland. Eine Nation zittert vor Irmela, dem ultimativen Schneesturm, der droht, das ganze Land zurück in die Eiszeit zu versetzen. Eiszeit hin oder her, in Karlsruhe hat man viel dringendere Sorgen: Kann das Freitagsspiel stattfinden? Auch die Premiere-Reporter sind heller Aufregung und folgen dem Beispiel der Konkurrenz: Mittendrin und nicht nur dabei. Präsentieren die besorgniserregende Prognose der Wetterwarte Pforzheim-Ost: Sturm! Schnee! Vollmond! Alles pünktlich um 21:31 Uhr Ortszeit! Gott gütiger, wo soll das enden? Dieter Nickles, ganz kreidebleich, steht der Schrecken ins Gesicht geschrieben. In solchen Krisensituationen hilft nur die Stimme der Vernunft: Eugen Strigel, der Beckenbauer der Regelkunde, wird interviewt: Wann darf angepfiffen werden? Wann muss abgepfiffen werden? Und steht Pulverschnee eigentlich auf der Doping-Liste? Fragen über Fragen. Ratlosigkeit im Karlsruher Wildpark. Und dann platzt auch noch die geplante Live-Schalte zu Wetter-Guru Kachelmann. Panik! Angst! Wie soll das nur weiter gehen? Doch da geschieht das Unglaubliche: Peter Gagelmann pfeift das Spiel an! Einfach so! Von wegen: Scheiß auf das Wetter! Just do it! Und mit was? Mit Recht! Denn der vermeintliche Monstersturm entpuppt sich als laues Lüftchen. Übrigens genauso wie die Offensivbemühungen des Gastgebers. Der liegt durch einen Zidan-Abstauber nach Maßflanke Hajnal (”Wenn der kleine Ungar kommt”) 1:0 zurück und könnte wohl noch Stunden weiter spielen können, ohne auch nur ein einziges Tor zu erzielen. Warum? Na: Weil Fußball so ist!

Ribéry. Wer sonst?
Schreckmomente auch am Samstagnachmittag in der Allianz-Arena. Der erste um kurz vor vier, als Cottbus’ Skela seine Mannschaft mit 1:0 in Führung bringt, und zwar trotz einer Unterlegenheit, wie man sie zuletzt nur von Amerikanisch Samoa im Spiel gegen Australien kannte. Das nächste, wesentlich dramatischere Ereignis dann um zwanzig vor vier. Miro Klose köpft ein zum 3:1 für die Bayern. Was für ein Schock! Denn das, was alle vermeiden wollten, ist eingetreten: Die verfluchte, klinsmännisch nicht zu verteidigende Zwei-Tore-Führung. Rätselraten bei Spielern und Offiziellen. Was nun? Einen zweiten Torhüter einwechseln? Spielabbruch provozieren? Oder einfach aufgeben? Die nackte Angst geht um. Nur der unerschrockene Italo-Casanova (”It’s not a trick, it’s a Toni”) gibt sich gelassen: “Isch abe gar keine Angst”. Und zack! 4:1! Zwei-Tore-Führung vorbei, Drops gelutscht, Spiel gewonnen. Der wahre Matchwinner für die Bayern war an diesem Nachmittag jedoch abermals der freche Franzose. Dem ging der Rückstand derart auf den Zeiger, dass er das Heft selbst in die Hand nahm. Motto: “Mach dein Ding”. Machte er dann auch. Setzte zu einem unbekümmerten Sprint an. Freistoß rausgeholt. Kugel in den Winkel gezimmert. Magnifique! Ribéry beließ es nicht dabei. Wirbelte weiter so unwiderstehlich durch die gegnerischen Abwehrreichen, dass den Gästen aus lauter Ehrfurcht die Kinnlade runterging: Technik, die begeistert. Der König unter den Kickern dribbelte sich die Füße so wund, dass sogar die Schuhe in leuchtendem Rosa erstrahlten und brachte es schließlich auf 125 Ballkontakte – auf so viel kommt Kevin Kuranyi nicht einmal in einem dreimonatigen Trainingslager. Auch die Zuschauer waren begeistert und johlten ihrem Idol ein anerkennendes “Merci” entgegen. Merci, dass es dich gibt! Franck Ribéry – man sagt, er habe magische Kräfte.

FC! Da werden sie geholfen
Nicht immer, aber immer wieder. Hoffenheim! Auch in Köln gab sich der Aufsteiger keine Blöße und siegte fast im Vorbeigehen. So wie bei Ibisevics 3:1. Und zwar dank tatloser Unterstützung der Kölner Hintermannschaft. Vor allem der Portugiese Petit machte mit seiner Defensivleistung seinem Namen alle Ehre: Klein, aber oh weh! Wie kein anderer verinnerlichte er an diesem Nachmittag das Kölner Spielprinzip “Wir machen den Weg frei” und eskortierte den Hoffenheimer Ibisevic interventionsfrei zum eigenen Strafraum. Dort angekommen lud er diesen mit einem devoten “Come in and find out” zum Torschuss ein. Der Balkan-Bomber ließ sich nicht zweimal bitten (”Ich bin doch nicht blöd”), drosch das Leder zur Entscheidung in die Maschen (”Da weiß man, was man hat”) und kam mit seinem 16. Saisontor der Einstellung des ewigen Torrekords ein Stückchen näher (”Alles Müller oder was”). Überschattet wurde der Kick in Köln-Müngersdorf allerdings von nachträglichen Verbalattacken des FC-Trainers, für den die kollektive Empörung der Gäste-Bank nach McKennas Schenkel-Schere “das Unfairste” war, was er “je in einem Stadion gesehen” hatte. Und überhaupt habe das Saubermann-Image der Hoffenheimer ja jetzt wohl einen Flecken bekommen. Meinte Christoph Daum, der selbst von einem Saubermann-Image so weit entfernt ist wie Simon Rolfes von der ersten Nassrasur seines Lebens. Die Schimpftirade des Däumlings jedenfalls war nicht die feine englische Art. Und sehr schlau war sie auch nicht. Es geht auch klüger.

Stehst du noch oder fliegst du schon?
Nach seinen furiosen Auftritten der letzten Monate gönnte sich Leverkusens Keeper nunmehr eine kleine Schaffenspause. Von wegen: Die Freiheit nehm ich mir! Und flog gegen die Arminia – nomen est omen – einfach mal ganz vogelwild durch den eigenen Strafraum. Bielefelds Halfar fand das nicht nur sehr sympathisch, sondern praktisch, gut und köpfte die Murmel ins Netz. Adlers Freiflug bescherte der Bayer-Elf hingegen nicht nur eine 2:1-Niederlage, sondern zog auch einen Wechsel an der Tabellenspitze nach sich. Soll vorkommen. Because change happens. Und shit eben auch. Sagte sich der bescheidene Bayer-Goalie, der seinen Fehler ganz unaufgeregt eingestand. Vorbildlich, dieser Adler. Er soll so bleiben, wie er ist.

Hotte räumt den Laden auf
Armin Veh plädierte für eine Aufstockung der Liga! Fühlte sich vor dem Spieltag als Tabellenneunzehnter und nach dem 1:4 mindestens als Dreißigster. Beim Tabellenelften schlug es daraufhin dreizehn. Horst Heldt machte kurze Fünfzehn und gab dem gefühlsduseligen Trainer kurz nach zehn den Laufpass. War auch schon fünf vor zwölf. Und Vertrauen? Geht nicht, gibt’s nicht.

Gut. Besser. Herthaner.
Und was gab’s noch? Olic’ Sonntagsschuss, Farfans Ribéry-Gedächtnis-Lupfer und eine beeindruckend konstante Hertha. Gewinnt 3:2 in Bochum und hat weiter Bayern-Tuchfühlung. Statt frustrierte Pfiffen gegen die eigene Mannschaft hört man in der Hauptstadt neuerdings: “Berlin, du bist so wunderbar, Berlin!” Immer ganz konzentriert, die Hertha, wenn’s um die Wurst geht. Und daher heißt es dem Slogan des Hauptsponsors entsprechend: Die Hertha kommt! Die Liga-Lehren gehen aber jetzt. Das war’s für diese Woche