Guten Rutsch

28. Dezember 2015

Charlie Hebdo, Griechenland-Krise, Flüchtlinge, Niersbach-Rücktritt, Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Hitzewelle, Lewandowski, DFB, Tsipras, Bataclan, Erdbeben in Nepal, Schweinsteiger, Westerwelle, Grexit, AfD, Blatter, 4U 9525, IS, Syrien, „Wir schaffen das“…

Was für ein bewegtes Jahr… Auf ein friedliches Jahr 2016! Allen Lesern einen guten Rutsch!

Frohe Weihnachten

21. Dezember 2015

Der Kommentar der Woche wünscht allen Lesern ein frohes, besinnliches und vor allem friedliches Weihnachtsfest.

Einfach mal versuchen

14. Dezember 2015

The same procedure as every year. Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, schlagen die Emotionen in der Bundesliga hoch. Hitzige Duelle, umstrittene Situationen und jede Menge Kritik an den Unparteiischen. Man kann förmlich die Uhr danach stellen, wann die Referees wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussion geraten. Jedes Jahr im Herbst, Oktober/November, wird leidenschaftlich und mit Nachdruck über das Leistungsniveau der deutschen Schiedsrichter debattiert. So auch dieses Jahr. So weit, so alt bekannt. Doch diesmal hatte die allgemeine Aufregung eine neue Qualität und wurde begleitet von einer deutlichen Forderung nach Einführung des Videobeweises, durch den man sich eine Verringerung der Fehlentscheidungen verspricht.

Doch verspricht man sich da nicht womöglich zu viel? Können die Schiedsrichter durch den Videobeweis wirklich nachhaltig erleichtert und die Zahl der Fehler signifikant reduziert werden? Die Zweifel liegen auf der Hand: Unterbrechungen zur Videoanalyse können das Spiel zerstückeln, den Ablauf stören. Nicht jede zweifelhafte Entscheidung kann per Video wirklich aufgelöst werden. Eine zu Unrecht getroffene Abseitsentscheidung kann nicht mehr korrigiert werden, wenn der allein auf das Tor zulaufende Stürmer bereits zurückgepfiffen wurde. Gerade Wertungsfragen lassen sich durch eine Videoanalyse nicht zweifelsfrei beantworten.

Heißt die Antwort also, den Videobeweis kategorisch abzulehnen? Nein. Trotz aller Zweifel und berechtigen Skepsis scheint das Experiment lohnenswert. Womöglich erweisen sich die Bedenken dann als alberne Paranoia. Vielleicht aber werden sie doch bestätigt. Zeigen kann dies nur die Praxis. In einigen Fällen scheint der Videobeweis kaum praktikabel, in anderen hingegen durchaus sinnvoll. Wieso also nicht diese Möglichkeit für eng begrenzte Fälle schaffen und es einfach mal konkret ausprobieren? Einen Versuch wäre es wert.