Gedanken zur Wahl

25. September 2017

Ich halte das Abschneiden der AfD für ein Trauerspiel. Und doch hält sich mein Schock in Grenzen. Weil ich irgendwie eben doch damit (und insgeheim sogar mit einem noch schlimmeren Ergebnis) gerechnet habe. Für die Zukunft hoffe ich, dass man der AfD nicht mehr so oft auf den Leim geht und auf ihre billigen Provokationen anspringt. So sehr man Rechtspopulisten die klare Kante zeigen muss, so richtig kann es doch auch sein, ihr mit Gelassenheit zu begegnen und sie mitunter schlicht zu ignorieren. Der Hauptfehler der letzten Wochen und Monate besteht darin, dass Politik und Medien die AfD interessanter gemacht haben, als sie wirklich ist. So viel Aufmerksamkeit hat diese Partei nicht verdient.

Martin Schulz hat im Übrigen mit seinem peinlichen Auftritt in der Berliner Runde den letzten noch ausstehenden Beweis dafür geliefert, dass er ein schlechter Kanzler gewesen wäre. Die SPD benötigt (wie die Union) einen personellen Umbruch. Sollte - wie sich andeutet - Andrea Nahles die neue Führungspersönlichkeit der SPD werden, darf einm um die deutsche Sozialdemokratie angst und bange sein.

Jamaika ist nicht nur die einzig machbare Regierungskoalition, sondern wohl auch die aktuell beste Lösung. Wenn Gelb und Grün sich ins Zeug legen und Merkel auch mal was Dampf machen.

Trotz AfD und der sogenannten tektonischen Verschiebungen mache ich mir um die Demokratie in Deutschland keine Sorgen. Wir werden das aushalten!